Andrea Fröhlich Geopathologin
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Wenn man der Literatur Glauben schenkt, könnte man den Eindruck gewinnen, das Ruten wäre irgendwann von Menschen erfunden worden. Ich glaube jedoch, dass der Mensch mit der Gabe Wasser zu finden, schon vorher im Laufe der Evolution ausgestattet war. Nomaden brauchten diesen Sinn, um in den Wüsten und Steppen umherziehen zu können.

Das Ruten ist wohl auch eine jahrtausend alte Methode der Hirten und Bauern um sich vor schlechten Plätzen zu schützen, die die Fruchtbarkeit des Viehs und der Saat beeinträchtigen könnten.

Der heutige Bischofsstab geht auf den Hirtenstab zurück und ist durch seine Spirale am oberen Ende im übertragenen Sinn eine Antenne. Wenn wir uns in Labyrinthen bewegen erfahren wir Reinigung und Selbstfindung. Labyrinthe sind aus allen Kulturen bekannt und wurden an Orten der Kraft errichtet.

Hinweise auf das Rutengehen finden sich in Ägypten, bei den Babyloniern, den Kelten bis hin zu den Germanen. Aus China sind Überlieferungen aus dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert bekannt. In Mitteleuropa kennt man seit Generationen das Aufspüren von Wasser mittels einer Haselrute. Auch im Bergbau wurde schon immer mit Ruten gearbeitet. Im Mittelalter wurde das Ruten dann zu einer weit verbreiteten Tradition, besonders um edle Metalle aufzuspüren.

Der Benediktinermönch Basilius Valentius berichtet im 15. Jahrhundert als erster über den allgemeinen Gebrauch des Rutengehens. Der Jesuit Athanasius Kircher schrieb eine Art Bedienungsanleitung für Ruten.

Es waren immer auch Gelehrte und Intellektuelle in ihrer Zeit am Ruten interessiert. Johann-Wolfgang von Goethe, Albert Einstein oder auch Max Planck sind nur einige Beispiele.

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